Änderungen ab dem 1.7.2026

Widerrufsbutton kommt

Ab dem 19. Juni 2026 gilt: ,,Online-Unternehmen sind verpflichtet, über ihre OnlineNutzeroberflächen einen Widerrufsbutton bereitzustellen“, sagt Patrick Klamert, Rechtsanwalt bei KPMG Law. Der Button muss für Verbraucher ohne Weiteres auffindbar platziert sein und gilt für Verträge über Waren, Dienstleistungen sowie Finanzprodukte, die über eine Website oder per App zustande kommen. Auch wer nicht eingeloggt ist, soll damit widerrufen können.

Die Unternehmen müssen gewährleisten, dass Verbraucher bereits nach dem ersten Klick die wesentlichen Angaben eingeben und ihre Widerrufserklärung verbindlich bestätigen können. Anschließend müssen sie unverzüglich eine Eingangsbestätigung mit Inhalt und Zeitpunkt des Widerrufs erhalten – als Nachweis für beide Seiten. Die neue Regel folgt dem bereits eingeführten Kündigungsbutton als nächster Schritt für mehr Verbraucherschutz im Netz. Das Ziel: Verbraucher sollen ihre OnlineVerträge ebenso einfach widerrufen können, wie sie sie geschlossen haben.

Tankrabatt läuft aus

Beim befristeten Tankrabatt auf Benzin und Diesel galt vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2026. Die Produkte wurden um 14,04 Cent netto pro Liter günstiger, brutto inklusive Umsatzsteueranteil rund 17 Cent. Doch diese Entlastung läuft zum 30.6.aus.

Transparenz beim Lohn

Ab dem 7. Juni 2026 soll in der EU mehr Transparenz bei Gehältern gelten. In Deutschland gibt es dazu aber noch kein passendes Umsetzungsgesetz.

Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das: Arbeitgeber sollen künftig schon vor oder spätestens im Bewerbungsverfahren sagen, welches Einstiegsgehalt sie zahlen oder in welcher Spanne sich das Gehalt bewegt. Fragen nach dem früheren Gehalt sind nicht mehr erlaubt. Auch Klauseln, die verbieten, über das eigene Gehalt zu sprechen, sollen unwirksam sein. Außerdem müssen größere Unternehmen künftig genauer über Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern berichten.

Rentenanpassung

Zum 1. Juli 2026 steigen die Renten um 4,24 Prozent. Das entspricht einem deutlichen Anstieg, der die Renten stärker an die Entwicklung der Löhne und Gehälter anpasst als noch im Herbst erwartet. Der aktuelle Rentenwert, also der Betrag, den ein Jahr durchschnittlicher Beitragszahlungen in einer Rente wert ist, wird von 40,79 Euro auf 42,52 Euro erhöht.

MMS wird abgeschaltet

Telekom, Telefönica und 1&1 stellen den Multimediadienst MMS zum 30. Juni 2026 endgültig ein. Die Funktion galt Anfang der 2oooer-Jahre als technischer Fortschritt, konnte sich wegen hoher Kosten aber nie dauerhaft durchsetzen. Inzwischen haben Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Signal die MMS weitgehend verdrängt.

Starlink wird teurer

Starlink erhöht ab Juni 2026 in Deutschland die Preise für sämtliche Privat- und Reisetarife. Zum Stichtag 18. Juni trifft es Bestandskunden, Neukunden zahlen bereits jetzt mehr. Je nach Paket steigen die monatlichen Kosten um bis zu sechs Euro – beim Einstiegstarif entspricht das einem Aufschlag von rund 20 Prozent. Betroffen sind sowohl stationäre Internetanschlüsse als auch mobile Tarife für unterwegs.

Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/